
Im Hiroshimapark, eine Grünfläche im Zentrum der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel, steht seit Mai 1997 ein Gedenkstein für die schleswig-holsteinischen Sinti und Roma, die dem Völkermord der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Sie finden den Park und damit den Gedenkstein zwischen dem Rathaus und dem Kleinen Kiel.
Seit der Errichtung jeweils am 16. Mai wird mit vielen Gästen aus Politik und Gesellschaft den durch die Nationalsozialisten deportierten Sinti und Roma aus Schleswig-Holstein gedacht. Eine Veranstaltung, um die Erinnerung an ein Verbrechen mitten in unserer Gesellschaft wachzuhalten.
Vor 82 Jahren wurden Sinti und Roma ohne Ausnahme in Kiel verhaftet und nach Hamburg im Fruchtschuppen C im Hafengebiet Hamburg verbracht. Am 20.05.1940 erfolgte dann die Deportation in das Vernichtungslager Belzec bei Lublin. Dort begann die systematische Vernichtung einer autochthonen Minderheit. Es war für viele eine Reise in den tausendfachen Tod. Die meisten wurden vergast, durch schwerste Arbeit zu Tode gequält, erlitten unerträgliche Qualen durch Zwangssterilisationen oder Missbrauch bei Menschenversuchen.
Die bewegenden Redebeiträge zu dieser Veranstaltung von
Matthäus Weiß
Erster Vorsitzender Verband Deutscher Sinti und Roma S.-H.
Lars Harms
Vorsitzender des SSW im Landtag Schleswig-Holstein
Gerwin Stöcken
Stadtrat für Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport
Johannes Callsen
Minderheitenbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein
Pröpstin Almut Witt
Vorsitzende des Kirchenkreisrates
Grußwort, vorgetragen vom Vorstandsmitglied Rolf Schlotter
erinnerten an diesen Zivilisationsbruch und mahnten aus unterschiedlichen Perspektiven, dass menschenverachtendes Gedankengut, Gewalt und Hass keinen Platz in unserer Gesellschaft haben dürfen.
Momentaufnahmen zur Veranstaltung: